Kürbisherstellung 1
Die Herstellung in Einzelschritten
Herstellen einer zweiteiligen Gussform
Einen hübschen Zierkürbis aussuchen und ihn rundherum einritzen (2-3 mm). Einen eher länglichen Kürbis entlang seiner Längsachse, einen eher rundlichen Kürbis an seiner dicksten Stelle, ansonsten bleibt er später in der Gussform stecken.
Den Kürbis probeweise in den Plastikeimer halten, in dem nacher die Gipsform hergestellt wird. Der Kürbis muss zum Boden, zur Oberkante und zu der Seitenwandung mindestens 1,5 - 2 cm Luft haben. Im Eimer die Stelle markieren, wo sich die Einritzstelle befindet.
Aus einer stabilen Kunststofffolie (starr!) einen Kreis herausschneiden, der genau an der markierten Stelle den Eimerquerschnitt ausfüllt. Dann aus dieser Folienscheibe ein Loch herausschneiden, dessen Durchmesser etwa 3 mm kleiner ist als der Kürbisumfang an seiner dicksten Stelle. Dann die Folie an einer Stelle so einschneiden, dass man sie ihm wie einen Kragen an seiner Einritzstelle umlegen kann. Er muss jetzt fest und lückenlos an seiner dicksten Stelle in der Folie stecken und die Folie in ihm.
Anschließend muss der Stiel entfernt werden und ein Nagel oder die Plastikspitze von einer Silikontube statt des Stiels in den Kürbis gesteckt werden, damit man später dort die Einfüllöffnung anlegen kann.
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Jetzt ausreichend Gips anrühren, einen Teil in den Eimer füllen und sofort den Kürbis in den Gips eindrücken, bis die Folie mit der Eimerwandung abschließt. Danach den restlichen Gips auf Kürbis und Folie schütten, bis der Kürbis etwa 2 cm hoch bedeckt ist. Der Nagel muss noch ein Stück zu sehen sein.
Wenn der Gips durchgetrocknet (!) ist, den Eimer an 2 gegenüberliegenden Stellen bis zum Boden einschneiden, auseinanderklappen und die Gipsform herausnehmen.
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An der jetzt sichtbaren Folienkante den Gips vorsichtig mit einem Messer einritzen. Mit einem Farbstift einen senkrechten Strich über die Folienkante ziehen, damit später die beiden Gussformhälften korrekt übereinander gesetzt werden können. Mit einem flachen Meißel (stabilen Messer oder Schraubenzieher) die Gussformhälften vorsichtig trennen und den Kürbis entfernen. Dabei darf die innere Kante der Gussform auf keinen Fall beschädigt werden. Sonst hat man hinterher beim Glätten des Kürbisses zu viel Mühe, um die Tonreste zu entfernen.
An der Stelle, an der der Nagel steckt, wird ein kegelförmiges Loch gebohrt, wobei die Kegelspitze in den Kürbis zeigt. Das Loch sollte an der kleinsten Stelle nicht größer sein als 1-1,5 cm im Durchmesser, ansonsten muss später ein viel zu dicker Stiel geformt werden.